Eigenen Blog kostenlos erstellen

| 5. Oktober 2011

Wer nicht gleich einen Blog mit eigener URL und einem Hostingpartner erstellen möchte, kann auch einen eigenen kostenlosen Blog erstellen. Welche Anbieter es gibt und welche Vor- und Nachteile das hat, werde ich ausführlich beschreiben.

1. Warum einen eigenen Blog kostenlos erstellen?

Bloggen macht Spaß. Mit einem fremd gehosteten Blog kann man sich auf das Wesentliche konzentrieren: Das Bloggen. Es ist nicht notwendig, sich um das Blog Design zu kümmern, HTML, PHP und CSS Kenntnisse sind nicht notwendig. Kurz: Programmierkenntnisse sind nicht nötig. Das sind die Vorteile von einem eigenen Blog, der unter einer Plattform läuft. Welche Anbieter es gibt, beschreibe ich im nächsten Abschnitt.

2. Welche Anbieter gibt es?

2.1 Google’s Blogger.com

Wer noch kein Google Konto hat, muss sich als erstes registrieren. Nach diesem Schritt ist ein Blog unter Blogger.com innerhalb von 5 Minuten erstellt. Wie das geht, zeigen die nächsten Schritte.

Als erstes muss ein Name und eine URL (eigeneURL.blogspot.com) angegeben werden. Ein sehr schönes Feature ist, dass die URLs direkt auf Verfügbarkeit geprüft werden. Anschließend können sich die Blogger für eine Design Vorlage entscheiden. Das Design kann jedoch später noch geändert werden, dieser Schritt ist daher nicht ganz so wichtig.

Der Blog wird nun im Hintergrund angelegt und der nächste Screen ist die Blog Übersicht. Mit der Zeit erstellen viele sicherlich mehrere Blogs.

Nun geht es ans Eingemachte. Das Layout des Blogs kann verändert werden. Mit einfachen Handgriffen lassen sich Design, Layout (Inhalt links oder rechs, mit oder ohne Sidebar…) ändern. Die untenstehende Grafik veranschaulicht die Möglichkeiten ganz gut. Es können auch Gadgets hinzugefügt werden. Das sind zum Beispiel beliebte Posts, Google News, Videos oder auch AdSense Anzeigen, mit denen sich Geld verdienen läßt. So entstehen schnell die ersten Inhalte, ohne dass ein Artikel geschrieben ist.

2.2 WordPress.com

WordPress.com ist eine gute Alternative. Auch dort können Blogs ohne eigene URL angelegt werden. Dem eigenen Namen folgt dann immer wordpress.com. In meinem Beispiel würde die URL affiliate-tipp.wordpress.com lauten.

Die Anmeldung erfolgt in wenigen Schritten und ist kinderleicht. Anschließend kann ähnlich wie bei Blogger.com direkt begonnen werden.

Blogger.com und WordPress.com unterscheiden sich meines Erachtens nicht wirklich. Wählt einfach die Plattform aus, die euch am besten gefällt. Manche werden eher zu Google tendieren, weil sie vielleicht schon ein Googlemail Konto haben und sich nicht schon wieder irgendwo anders anmelden möchten, andere werden sagen: “Ich möchte auch mal einen Dienst probieren, der nicht von Google ist!”. Die Entscheidung sollte jeder für sich selbst treffen. Falsch machen kann man mit den beiden Plattformen nichts. Beide sind wirklich sehr gut. Es gibt nur eine Überlegung, die vorher auch berücksichtigt werden sollte: “Kommt ein Blog mit eigener URL und einem Hostingpartner in Frage? Bin ich bereit, für das Hosting ein paar Euro’s monatlich zu investieren? Wer beide Fragen mit Ja beantwortet, sollte sich die Vor- und Nachteile von WordPress.com / Blogger.com gegenüber einem selbst gehosteten Blog mit eigener URL anschauen wie z.B. dieser Blog hier.

3. WordPress.org: Blog mit eigener URL selbst hosten

WordPress.org ist eine Software, die kostenlos zum Anlegen eines eigenen Blogs benutzt werden kann. Die Basis dieser Software wurde von vielen Entwicklern gebildet und es gibt Tausende von Plugins, um WordPress zu erweitern. Mit WordPress lassen sich Webseiten sehr individuell erstellen. Derzeit nutzen mehr als 25 Millionen Blogger diese Software. Warum das so ist, zeigen die nächsten Abschnitte.

4. Vor- und Nachteile eines selbstgehosteten Blogs mit eigener URL

4.1 Zuerst die Vorteile

  • Unabhängigkeit von Blogger.com oder WordPress.com. Blogger sind selbst der Herr im eigenen Haus!
  • Blog Datenbank kann importiert und exportiert werden. Ein Wechsel des Hostingpartners ist schnell möglich.
  • Mehr Möglichkeiten bei der Gestaltung des Layouts/Designs
  • Je nach Besuchszahlen entfallen für das Hosting nur um die 2-5 Euro im Monat.
  • Unzählige kostenlose und kostenpflichtige Design Vorlagen (sogenannte Themes).
  • Unzählige Plugins (Tools zur Erweiterung der WordPress Funktionalität). Deutlich mehr Möglichkeiten als z.B. mit den Gadgets von Blogger.com.
  • Bessere Möglichkeiten zur Strukturierung der Seiten (Kategorien und Tags…).
  • Große Community (Foren) und es gibt viele WordPress Entwickler, die sehr individuelle Änderungen programmieren können.
  • Änderungen der Permalink Struktur sind möglich (z.B. soll die URL eines Artikels immer http://eigeneurl.tld/kategorie/artikelname.html lauten).
  • Bilder Gallerien sind schnell erstellt und in den Blog eingebunden.
  • Hochgeladene Bilder können mittels WordPress schnell geändert oder entfernt werden.
  • Einbinden von Thumbnail Bildern, die erst beim Klick das vollständige Bild anzeigen. Das ist gut für die Ladezeit einer Seite. Kein Besucher will lange warten, bis eine Seite online ist.
  • Über die Benutzerverwaltung lassen sich weitere Autoren oder Admins hinzufügen. Die Rechte können je nach User individuell eingestellt werden.
  • Mehr Möglichkeiten zur Suchmaschinenoptimierung.
  • Es lassen sich beliebig viele statische Seiten (Impressum, Kontakt, Über mich…) hinzufügen.
  • RSS-Feeds zum Artikel, Kommmentar, Kateogorie und Tag möglich.
  • Private Artikel sind möglich, die nur durch ein Passwort aufgerufen werden können.

4.2 Jetzt die Nachteile

  • Die WordPress Blog Datenbank muss selbst verwaltet werden.
  • Die WordPress Software ist kostenlos, das Hosting aber nicht.
  • Ein Interesse an der Technik (HTML, PHP, CSS…) muss vorhanden sein.
  • Viel (kostbare) Zeit wird in das Design und Drumherum statt in neue Artikel investiert.
  • Software Updates müssen selbst durchgeführt werden.

4.3 Wie installiert man WordPress? Ein Video!

Anschließend kann es loggehen. Zuerst muss ein gutes WordPress Theme ausgesucht und angepasst werden. Dieser Vorgang macht mir immer wieder Spaß, dauert aber auch einige Stunden. Danach können dann die ersten Artikel folgen.

Fazit

Wer unabhängig und der Herr im eigenen Hause sein will greift zur WordPress Software und betreibt wie ich einen Blog mit eigener Domäne und Hostingpartner. Wer weiß, ob Blogger.com oder WordPress.com in 20 Jahren noch online sind. Wer über Jahre hinweg einen Blog mit ordentlichen Besuchszahlen aufgebaut hat, wird dieses Risiko mitigieren wollen. Soviel steht fest. Okay, sicher wird man dann Möglichkeiten finden, die Inhalte zu übernehmen. Aber wer will sich darauf schon verlassen?

Wer nur mal schnell einen Blog anlegen und Informationen (Blog Posts) mitteilen möchte, ist jedoch mit einem Blogger.com oder WordPress.com Blog besser beraten. In diesem Fall entfallen viele lästige Schritte wie z.B. das Einrichten der WordPress Software und das Schrauben am WordPress Theme (Design/Layout vom Blog). Updates werden ganz einfach durch die Plattform erledigt. Blogger müssen sich nicht darum kümmern, ob gerade ein neues Update herausgekommen ist, welches wichtige Sicherheitsfeatures beinhaltet.

Die Frage, die sich jeder stellen muss, lautet: “Möchte ich langfristig halbwegs professionell bloggen und damit unter Umständen auch etwas Geld nebenher verdienen?”. Wenn ja, kann ich die Entscheidung meines Erachtens nur pro WordPress Software ausfallen. Wenn nicht, ist man mit Blogger.com und WordPress.com sehr gut bedient.

Ein persönliches Anliegen zum Schluss: Ein Blog mit guten Besuchszahlen bedeutet viel Aufwand. Durststrecken müssen gerade am Anfang eingeplant werden. Es ist alles andere als einfach, einen Blog bekannt zu machen, um Besucher zu erhalten und unter Umständen auch etwas Geld nebenher zu verdienen.

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Category: Affiliate Tipps, Blog erstellen, Webworker Tipps

Über den Autor (Profil des Autors)

Andreas ist nebenberuflicher Blogger und hauptberuflich in der Softwareentwicklung tätig. Neben dem Affiliate Marketing liegen seine Interessen hauptsächlich in der Suchmaschinenoptimierung und im Social Media.